Junge GEW - LDK 2013

Junge GEW auf der LDK 2013 in Göttingen

Die Junge GEW beteiligte sich an der diesjährigen Landesdelegiertenkonferenz (LDK) am 23. und 24. September mit einem Informationsstand sowie verschiedenen Anträgen und Diskussionsbeiträgen.

Der Stand diente nicht nur als Treffpunkt für junge Kolleginnen und Kollegen. Er bot der Jungen GEW Niedersachsen auch die Gelegenheit „Gesicht zu zeigen“ und Kontakte mit allen Interessierten zu knüpfen.Die Mitmachaktion Buttons der jungen GEW am Stand selber zu machen, erregte die Aufmerksamkeit vieler delegierter Kolleginnen und Kollegen. Besonders schön war es zu sehen, dass bereits nach kurzer Zeit viele Kolleginnen und Kollegen jeglichen Alters die Buttons der jungen GEW trugen.

Am Stand erhielten Interessierte die Broschüre „Prüfsteine für eine GEWerkschaft, die bewegt“ (hier zum Downloaden). Außerdem wurden auch langfristige Planungen für das Jahr 2015 vorgestellt. Nach dem Vorbild der GEW-Bundesjugendkonferenz 2012 im hessischen Rotenburg wird für Mai 2015 ein niedersächsisches Landesjugendtreffen organisiert werden.

(Fotos: Nicole Puscz)

 

Auf der LDK wurden folgende Anträge der jungen GEW beschlossen:

Nr. 208
Tagung: Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse in der außerschulischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung / Weiterbildung
Die GEW führt eine Tagung zum Thema Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen im außerschulischen Bildungsbereich durch.
Durch Beratungsangebote im Veranstaltungsprogramm sollen viele Teilnehmer*innen angesprochen werden. Die Tagung dient als Auftakt für eine gewerkschaftliche Initiative, die darauf abzielt, dass die GEW die Probleme dieser Arbeitnehmer*innen stärker in ihrer Agenda berücksichtigt und intern sowie öffentlich dafür sensibilisiert.

Nr. 504
Quoten für junge Kolleg*innen für Listenplätze bei Wahlen der SBPRe und des SHPR
Mindestens einer der ersten 3 Listenplätze sowie einer der Listenplätze 4-7 der Wahlvorschläge der GEW zur Wahl des SHPR sind mit Kandidat*innen unter 40 Jahren zu besetzen, die Erfahrungen in der Personalratsarbeit haben.
Die LDK empfiehlt den Bezirksverbänden entsprechend zu verfahren.

Nr. 510
Stärkung der Nachwuchsarbeit
Die GEW richtet für 2014 und 2015 in jedem der vier Bezirke eine Projektstelle im Umfang von einem Viertel zur Unterstützung des Generationenwechsels, der Mitgliedergewinnung und –bindung ein. Zu diesem Zweck soll jeweils ein/e im Bildungsbereich tätige Kollegin / tätiger Kollege von seiner hauptberuflichen Tätigkeit im Umfang von einer viertel Stelle „freigekauft“ werden.
Für den Freikauf der jeweiligen Viertel-Stelle sind Mittel in Höhe des entsprechenden Verdienstes der jeweiligen Stelleninhaberin / des jeweiligen Stelleninhabers, bis zu A13 oder der äquivalenten Entgeltgruppe bei Beschäftigen zur Verfügung zu stellen.
Die Finanzierung der Summe der Projektstellen (entspricht einer vollen Stelle) erfolgt zu jeweils 20% durch die vier Bezirksverbände und durch den Landesverband und wird aus den Mitteln finanziert, die zusätzlich zum beschlossenen Haushalt eingenommen werden.
Die Projektstellen sollen eine Laufzeit von mindestens zwei, aber höchstens vier Jahren haben. Die Junge GEW Niedersachsen ist bei der Ausschreibung der Stellen und bei der Bewerberauswahl einzubeziehen.
Während der Projektlaufzeit ist das Projekt zu evaluieren und bei Erfolg ggf. in einem erweiterten Umfang fortzusetzen.
Zum Tätigkeitsprofil der Projektstellen gehören u. a. die Erarbeitung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die auf die jüngere Generation der (angehenden) Pädagog* innen und Wissenschaftler*innen zugeschnitten sind. Weiterhin sollen Materialien, Fortbildungen (Handwerkszeug) für neue Aktive und Funktionär*innen, Moderation von Treffen, Gruppen- und Kommunikationsprozessen angeboten werden. Sie soll Projekte anstoßen und unterstützen.

Nr. 602
Quoten für junge Kolleg*innen für BDKen und LDKen
Für die Delegierten der Bezirke und der Fachgruppen zur LDK (außer Senior_innen) gilt ab der LDK 2015 gilt eine Quote von mindestens 30% für unter 40-Jährige.
Die LDK empfiehlt den Untergliederungen entsprechend zu verfahren.

Änderungsantrag zu Nr. 401
Landeszentrale für Politische Bildung
Die GEW setzt sich gegenüber dem MK dafür einsetzt, dass für eine zentrale und neutrale Stelle für die Politische Bildung in Niedersachsen eingerichtet wird. In dieser zentralen Einrichtung sollen die bisher in verschiedenen Ministerien angesiedelten Aufgabenstellen, die in der politischen Bildungsarbeit tätig sind, zusammengefasst werden. Dies sind u.a. Gedenkstätten und Erinnerungsarbeit sowie die Prävention menschenfeindlicher und gewaltverherrlichender Einstellungen. Die Einrichtung soll zum kritischen Denken anregen und insbesondere sexistischen, rassistischen, antisemitischen, homophoben, faschistischen und sonstigen diskriminierenden Denk- und Handlungsmustern argumentativ entgegentreten. Weitere Themenbereiche sind Demokratielernen und Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements sowie Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung und Landeskunde. Als neutrale Stelle solle diese Einrichtung Bildungsangebote für die schulische und außerschulische Bildung konzeptionell erarbeiten und durch geeignete Bildungsangebote zielgruppenorientiert bereitstellen. Zusätzlich muss eine neue Landeszentrale mit einem eigenen Budget in ausreichender Höhe ausgestattet werden, um freie Träger der politischen Bildungsarbeit und deren Aktivitäten finanzielle zu unterstützen. Ein Schwerpunkt soll die Ausrichtung auf bildungsferne Zielgruppen sein. Diese Einrichtung darf nicht lediglich eine Koordinierungsstelle sein.


Diese beiden Anträge wurden an den Landesvorstand für die weitere gewerkschaftliche Arbeit übersandt:

Nr. 505
Familienfreundliche Organisation
Die GEW Niedersachsen führt eine Mitgliederbefragung durch, die zum Inhalt hat, wie die GEW familienfreundlicher organisiert werden kann. Die Ergebnisse müssen ausgewertet werden und auf ihrer Grundlage sollen konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Weiterhin muss darauf geachtet werden, dass auf jeglichen Einladungen zu Sitzungen des GEWLandesverbandes und der Untergliederungen gut sichtbar und mit detaillierten Infos auf das Angebot der Kinderbetreuung hingewiesen werden. Sitzungstermine und Sitzungen müssen familienfreundlich organisiert werden. Die Untergliederungen werden aufgefordert entsprechend zu verfahren

Nr. 506
Verstärktes Engagement im Bereich „Hochschule, Promotion, Wissenschaftlicher Mittelbau“ zeigen!
Der Landesvorstand befasst sich mit dem Thema „Hochschule, Promotion, Wissenschaftlicher Mittelbau“ befasst, um die hochschul- und wissenschaftspolitische Arbeit der GEW in Niedersachsen zu verbessern. Konkret soll er Maßnahmen erarbeiten, 1.) wie ein verstärkter Austausch der aktiven Mitglieder in diesem Bereich stattfinden kann, 2.) welche Schritte die GEW Niedersachsen zur Umsetzung des „Templiner Manifests“ in der niedersächsischen Politik und zur konkreten Implementierung des Herrschinger Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft" an den niedersächsischen Universitäten und Hochschulen unternehmen will und 3.) zu Möglichkeiten, wie die GEW Niedersachsen verstärkt im hochschul- und wissenschaftspolitischen Bereich präsent sein und die GEW-Gruppen an den Universitäten und Hochschulen gezielt vernetzen bzw. aufbauen kann. Sollte im Vorfeld bereits ein Vernetzungstreffen der hochschul- und wissenschaftspolitischen GEW-Initiativen in Niedersachsen stattgefunden haben, sollte der Landesvorstand die dort ausgearbeiteten Empfehlungen berücksichtigen.